Außerordentliche Generalversammlung am 1.10.2003

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Außerordentliche Generalversammlung am 1.10.2003

Protokoll der außerordentlichen Generalversammlung des Heimatschutzvereins Brilon - Wald e.V. vom 01.10.2003 in der Schützenhalle Brilon - Wald

Tagesordnung:

1. Begrüssung

Um 19.40 Uhr begrüßte der 1. Vorsitzende Uwe Vogel die anwesenden Vereinsmitglieder zur außerordentlichen Generalversammlung.
Ein besonderer Gruß ging hierbei an den Altkaiser Heinz Fahle, sowie an die Vertreter der Firma E-Plus, die dieser Versammlung beiwohnten.

2. Totenehrung

Der 1. Vorsitzende Uwe Vogel bat die Anwesenden sich von ihren Plätzen zu erheben und der Toten zu gedenken. Seit der letzten Generalversammlung verstarb Schützenbruder Hans Möllmann.

3. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung der Versammlung

Nach Antrag durch den 1. Vorsitzenden wurde die ordnungsgemäße Einberufung der Versammlung, sowie die Beschlußfähigkeit der Versammlung festgestellt.

4. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der Frühjahrsgeneralversammlung

Schriftführer Manfred Sack verlas das Protokoll der Frühjahrsgeneralversammlung 2003. Das Protokoll wurde einstimmig bei einer Enthaltung genehmigt.

5. Kauf des Hallenplatzes

Der 1. Vorsitzende Uwe Vogel stellte zunächst noch einmal klar, daß es bei der anschließenden Diskussion um einen Mobilfunk-Sendemasten gesittet zugehen sollte. Ferner stellte er noch einmal klar, daß dieser Tagesordnungspunkt auch aus finanzieller Sicht nur in Verbindung mit der Errichtung des E-Plus-Sendemastens umzusetzen sei.
Nun begann der 1. Vorsitzende Uwe Vogel den Sachverhalt und den gesamten Informationsstand bis zum heutigen Abend darzulegen. Der mündliche Vortrag von Uwe Vogel wurde durch eine Power-Point-Präsentation von Torsten Krückemeier noch einmal verdeutlicht. Nach dem alle Informationen von Seiten des Schützenvereins dargestellt wurden, gab es aus der Versammlung von Heinz Fahle, Uwe Bendel, Dr. Heinz Mirbach, sowie Klaus Fischer einige Fragen.
Nach der daraus entstandenen Diskussion und auf die wiederkehrenden Fragen nach Strahlung, Wertverlust der angrenzenden Grundstücke, sowie angeblich mangelnder Information der Bürger nahmen der geschäftsführende Vorstand, sowie Herr Perplies und Herr Hoffmann von der Firma E-Plus, Stellung zu den einzelnen Themen.

Schriftführer Manfred Sack nahm seinerseits auch noch einmal ausführlich Stellung zu der Kritik an seiner Person, bzw. seinem Vorgehen und ging hier im Besonderen auf den Mobilfunk-Sendemasten Petersborn / Gudenhagen ein, bei dem der Ortsvorsteher
W. Kitzhöfer ebenfalls keine Bürgerversammlung vor der Errichtung dieses Standortes einberufen hatte. Desweiteren kritisierte Sack nochmals das Verhalten von Schützenbruder Franz Laubrunn, der im Vorfeld der Versammlung massiv Kritik an Manfred Sack geübt hatte. Dieser nahm kurz Stellung zu seinem Vorgehen. Auf Nachfrage von Manfred Sack, warum Franz Laubrunn ein Problem mit Ihm habe, antwortete dieser, das es daran läge, das M. Sack etwas gegen seine Frau habe.

Anschließend wurde noch einmal ein Zitat aus dem Schreiben von Willi Kitzhöfer zur Standortfrage klargestellt. Uwe Bendel ging abermals auf die Frage zur Wertminderung anliegender Grundstücke ein. Er äußerte, das der Ring-Deutscher-Makler Wertminderungen bei in der Nähe von Mobilfunkanlagen gelegenen Grundstücken festgestellt hat. Der 1. Vorsitzende Uwe Vogel, sowie Herr Perplies von der Firma E-Plus nahmen hierzu kurz Stellung und stellten fest, daß eine Klage in dieser Art
bis heute unbekannt sei.

Die Schützenbrüder Peter Krückemeier, sowie Josef Stimpel stellten noch einmal klar, daß es anhand der vorgelegten Fakten klar sei, daß der E-Plus-Standort auf jeden Fall nach Brilon-Wald käme. Da wir dieses nicht aufhalten können, so Stimpel, sei es sinnvoll nun positiv für die Errichtung des Masten auf dem Hallenplatz abzustimmen und den Mietzins nicht irgendwelchen Investoren, wie z.B. der Klinik, in den Rachen zu werfen.

Uwe Bendel kritisierte in diesem Zusammenhang, das zwar eine Tagesordnung veröffentlicht wurde, aber nicht alle Tagesordnungspunkte angegeben wurden. Er war der Meinung wenn eine Tagesordnung veröffentlicht wird, das Sie dann auch alle Punkte enthalten müsse und aus diesem Grund am heutigen Abend nicht über die Errichtung des Masten bzw. die Verpachtung eines Teilgeländes des Schützenhallenplatzes an die Firma E-Plus abgestimmt werden könne.
Uwe Vogel stellte daraufhin klar, daß gemäß gültiger Satzung kein Verhandlungsgrund bei Einberufung der Versammlung angegeben werden müsse und so abgestimmt werden könne.

Schützenbruder Peter Krückemeier stellte aus vorgenanntem Grund folgenden eindeutigen Antrag an die Versammlung:

Nachdem nun alle Fakten besprochen wurden, laßt uns darüber abstimmen, ob der Hallenplatz in Verbindung mit der Errichtung des Mobilfunk-Sendemasten erworben werden soll oder nicht. Da in der Folge der Antragstellung noch einige Zwischenfragen aufkamen und etwas Zeit verstrich, wiederholte Josef Stimpel den Antrag von Peter Krückemeier einige Minuten später mit gleichem Wortlaut.

Nun verlas der 1. Vorsitzende Uwe Vogel die vorgefertigten Stimmzettel und bat zur geheimen Wahl an die vorbereiteten Wahltische. Hierbei stellte er nochmals klar, daß das Ergebnis demokratisch zustande kommt und auch so akzeptiert werden soll. Folgendes Wahlergebnis wurde anschließend bekanntgegeben: 42 abgegebene Stimmen davon
11 Nein-Stimmen, 4 Enthaltungen und 27 Ja-Stimmen.
Somit wurde der Kauf des Hallenplatzes sowie die Verpachtung einer Teilfläche des Grundstücks an die Fa. E-Plus, zur Errichtung eines Mobilfunk-Sendemasten, beschlossen.

6. Verschiedenes

Schützenbruder Josef Stimpel nahm noch einmal Bezug auf den Punkt Lärmbelästigung aus der letzten Generalversammlung. Er bat darum, bei künftigen Mietverträgen an Ferienfreizeiten eine Klausel einzubauen, um Lärmbelästigungen ab 22.00 Uhr zu vermeiden. Dieses wurde vom Vorstand angenommen.

Da keine weiteren Wortmeldungen zu diesem Tagesordnungspunkt vorlagen, beendete der 1. Vorsitzende Uwe Vogel die außerordentliche Generalversammlung um 21.30 Uhr und bedankte sich bei den anwesenden Schützenbrüdern für das eindeutige Votum.

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