Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftsraum

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Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftsraum

Autor: Wolfgang Diekmann


Aktuelle örtliche Themen der Kommunalpolitik bestimmten die Bürgerversammlung in Brilon-Wald, zu der Ortsvorsteher Manfred Sack eingeladen hatte. Knapp 70 Bürger waren der Einladung gefolgt. Diskussionsteilnehmer neben dem Ortsvorsteher waren der verantwortliche Mitarbeiter der Landesentwicklungsgesellschaft NRW (LEG) für das ehemalige Degussa-Gelände Konzack, sowie der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Mainzer und die Ratsmitglieder Theo Homann, Dr. Heinz Mirbach und Wolfgang Diekmann.

Der LEG-Vertreter informierte über den aktuellen Stand, er nahm zu vielen, auch kritischen Fragen Stellung. Die Abbrucharbeiten, auch der beiden Bürogebäude sollen bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Der sogenannte Essig-Turm bleibt zunächst stehen, das Land NRW hat ihn unter Denkmalschutz gestellt. Für diesen Turm und eine angrenzende Fläche zeigt ein Willinger Unternehmer Interesse. Für die Nutzung der Wasserkraft der alten Wehranlage gibt es z. Zt., so Konzack, drei Interessenten. Zwar sei das alte Wasserrecht erloschen, es könne aber wieder aufleben. Gegen ein Wiederaufleben dieser Nutzung machen vor allen die Bürger aus dem Umfeld mit einer Unterschriftenaktion Druck. Mit der Erschließung der Nordfläche wird in ca. 6-8 Wochen begonnen. Frühjahr 2004 könnte mit der Ansiedlung von Firmen begonnen werden. Die Vermarktung/Verkauf dieser Gewerbeflächen sei wegen der derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Situation nicht einfach. Eines machte Konzack allerdings deutlich, eine Industrieansiedlung wird hier nicht stattfinden. Ansiedlung von Handwerk, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen sei hier wünschenswert. Kritik gab es auch aus der Versammlung an dem langen zeitlichen Verfahren.

Scharfe Kritik übten die Bürger und die Kommunalpolitiker am Zustand des Brilon-Walder Bahnhofs, den das Land auch noch vor kurzem hat unter Denkmalschutz stellen lassen. Zwar sei dieses Gebäude in das 100-Bahnhöfe-Förderprogramm aufgenommen worden, geschehen sei außer dem Hin- und Herschieben von Verantwortung bisher nichts.

Thema war auch die "Rotlicht-Szene". Kein anderer Ort in Brilon ist davon so betroffen wie Brilon-Wald. Über den augenblicklichen Sachstand informierte Ortsvorsteher Manfred Sack.
Alle Bemühungen der Briloner Kommunalpolitik seien bisher vergeblich gewesen. Er hat sich mit einem Schreiben u.a. auch an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt. Eine Antwort ist bis Mitte Juli 2003 zugesagt worden.

Weitere Themen einer lebhaften Diskussion mit den Kommunalpolitikern waren u.a. die weitere Gestaltung des Kirchenplatzes, die Nutzung der Räumlichkeiten in der Turnhalle, die Förderung der Jugendarbeit und die fehlende Beleuchtung in Teilbereichen von Brilon-Wald.

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