Arbeiten auf dem Industriegebiet schreiten voran

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Arbeiten auf dem Industriegebiet schreiten voran

Quelle: Briloner Anzeiger ( www.briloner-anzeiger.de ) vom 21. 08. 2002

Bereits seit Mitte 1999 bereitet die Landesentwicklungsgesellschaft LEG das 9,5 Hektar große Gelände mit ABM-Kräften für die Ansiedlung von Gewerbe und Wohnhäusern vor. Der bislang weitgehend erfolgte Abriss der Industriebrache des Holz- und Filterkohleherstellers Degussa/Chemviron kostete rund 5 Millionen Euro.

Insgesamt wurden knapp 144.000 m³ umbauter Raum abgebrochen. Für die nun beginnende Erschließung und den derzeit laufenden unterirdischen Abbruch sind weitere 7,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten trägt im wesentlichen das Land NRW.

Frühestens ab Mitte 2003 können sich die ersten Gewerbebetriebe in Brilon-Wald ansiedeln. Bei einem "Tag der offenen Tür" stellte die LEG am Freitag die Planungen für die zukünftige Nutzung vor. Als letzter Zeuge der 115-jährigen Holz- und Aktivkohleproduktion steht nur noch der vorläufig unter Denkmalschutz gestellte Essigturm. Die LEG verhandelt mit einem Investor, der hier u. U. eine Erlebnis-Gastronomie einrichten will.
LEG-Projektleiter Werner Konzack sieht gute Chancen für die Ansiedlung von kleinen Gewerbebetrieben und Dienstleistern. Die Anbindung an die Bahn und direkte Lage an der Bundesstraße 251 seien von Vorteil. Erschlossene Grundstücke werden provisionsfrei ab einer Größe von 500 m² bereit gestellt. Je nach Lage und Nutzung liegt der Preis zwischen 20 EUR (reines Gewerbegebiet) und 25 EUR (Wohn-Mischgebiet) pro Quadratmeter.

Keine Gefahr durch Altlasten: rund 40.000 Tonnen mit belastetem Boden hat die LEG auf dem Gelände der 1995 stillgelegten Holz- und Aktivkohlefabrik versiegelt. Dabei handelt es sich um Kalkmilchschlämme, die bei der Produktion in den Anfangsjahren der Fabrik (etwa 1880 bis 1930) anfielen und Jahrzehnte unbeachtet auf dem Gelände lagerten. Weitere 8.000 Kubikmeter wurden fachgerecht entsorgt.

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