Aus dem Rat der Stadt Brilon: Neues vom Industriegebiet

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Aus dem Rat der Stadt Brilon: Neues vom Industriegebiet

Der Essigturm: bleibt er bestehen?

Quelle: Briloner Anzeiger vom 04.05.05 - www.briloner-anzeiger.de

Erschließung der nördlichen LEG-Fläche Brilon-Wald

Ab Juli wollen die Stadtwerke mit dem Kanalbau beginnen, der Beginn der Straßenbauarbeiten ist für August terminiert. Nach Scheitern der Skihallen-Pläne sprach Beigeordneter Sommer im Strukturausschuss von "hier haben wir die Rolle rückwärts gemacht".
Der Verlauf der Hoppecke soll aus Kostengründen bleiben wie er ist. Jedoch plant Dr. Bernd Walters die Wasserkraft wieder zu nutzen und wie früher den Flusslauf aufzustauen. Hier seien aber zuvor noch Detailfragen zu klären, z. B. ob Nachteile für die bestehende Bebauung im Umfeld eintreten können.
Laut Sommer sei im zuständigen Landesministerium ein Streit darüber entbrannt, ob die Wasserkraft die ökologische Gewässergestaltung stört kontra Wasserkraft als unbedingt einsetzbare regenerative Energie.
Nach Beseitigung der "Altlasten" auf der Südfläche soll diese in 2006 erschlossen werden.

Essigturm - Kein Denkmal auf Dauer?

Für Diskussion im Strukturausschuss sorgte die Unterschutz-Stellung des Essigturms auf dem ehemaligen Chemviron-Gelände. Die Stadt musste hier nicht gefragt werden, da es sich um ein landeseigenes Denkmal (Eigentum der Landesentwicklungsgesellschaft LEG) handelt, erklärte Beigeordneter Sommer. Es wurde als "Dokument der örtlichen Wirtschaftsentwicklung und Beispiel für die Holzverkohlungsindustrie" in die Denkmalliste aufgenommen. "Das muss aber nicht für alle Ewigkeit sein", so der Beigeordnete. "Wenn wir deswegen einen Investor verlieren, ist zu überlegen, wie der Turm wieder aus der Denkmalliste gestrichen wird."

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