Informationsabend zum Thema "Bahnhof"

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Informationsabend zum Thema "Bahnhof"

Mit rund 60 Besuchern war die Pausenhalle der alten Schule am Abend des 17.02.2004 erwartungsgemäss gut gefüllt, als Ortsvorsteher Manfred Sack gemeinsam mit Unternehmensberater Friedrich Schneider (Brilon) und Architekt Klemens Hillebrand (Olsberg) ein Konzept zur Umgestaltung bzw. Nutzung des Brilon-Walder Bahnhofes vorstellten.

Nach Schätzungen der Fachleute müssten - wohlgemerkt ohne Berücksichtigung von eventuell möglichen Zuschüssen - circa 850.000 Euro für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes investiert werden. Die angedachte Bürger-GmbH müsste also ein Eigenkapital von 250.000 Euro aufbringen, um den Restbetrag mittels Banken zu finanzieren.
Vorgeschlagen wurde eine Beteiligung über Anteile à 500 Euro, somit wäre die Grundfinanzierung mit 500 Anteilen erreicht.

Die Grundsubstanz des Gebäudes ist laut Architekt Hillebrand durch die solide Bauweise der Bahngebäude dieses Alters durchaus in Ordnung und trocken.
Die vorgestellten Pläne der Initiatoren sehen vor, die 210 m² grosse Eingangshalle bis unter das Dach zu öffnen, um ihr mehr Höhe und somit "Hallencharakter" zu verleihen. Für den Eingangsbereich sind ein Bank-SB-Terminal sowie eine Telefonzelle bzw. ein Taxiruf angedacht, in der Halle sehen die Planer neben der Wartehalle als solche auch ein Bistro vor, welches in der Mittagszeit auch ein Essensangebot für Senioren in Programm haben könnte.

Das Erdgeschoss des linken Gebäudeteils soll mit einer kleinen Bühne Raum für Kleinkunst, Versammlungen oder private Feiern bieten. In den Flachbau rechts könnten Einrichtungen wie Kiosk, Backshop und Drogerei Platz finden. "Heute kann man in Brilon Wald weder einen Lottoschein abgeben noch eine Zeitung kaufen", so Friedrich Schneider.

Für die Nutzung des Obergeschosses gibt es Überlegungen für einen kleinen Hotelbetrieb mit circa 20 schlichten Zimmern oder eine Einrichtung mit Büros und Wohnungen.

Das Gros der Versammlungsteilnehmer zeigte eine positive Resonanz, jedoch stand noch als grosses Fragezeichen im Raum, wie man bzw. die Bahn AG mit dem umliegenden Gelände, insbesondere den stark reparaturbedürftigen Zufahrtswegen, verfährt. Auf Gesprächsgesuche sei die Bahn bisher nicht eingegangen und es sei überhaupt schwer, bei der Bahn Verantwortliche zu finden, berichtete Karin Bange (Rat der Stadt Brilon).

Friedrich Schneider wies darauf hin, dass man sich auf jeden Fall entscheiden müsse. Das Vorkaufsrecht zu einem symbolischen Preis von einem Euro für die Stadt Brilon ende am 31. März; sofern diese sich bis dahin das Gebäude nicht sichert, stünden zwei weitere Investoren bereit, welche das Gebäude erwerben wollen. Diese haben ihre Pläne allerdings noch nicht bekanntgegeben.

Die in der Lokalpresse erwähnte Umfrage zu diesem Thema finden Sie unter dem unten genannten Link "Im Forum diskutieren" (Zur Teilnahme ist eine Registrierung im Forum notwendig).

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