"Us & Them" live in Brilon-Wald

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"Us & Them" live in Brilon-Wald

Quelle: Westfalenpost/hjh

Viereinhalb Stunden Gänsehaut: mit einer beeindruckenden Show entführte die Dürener Pink Floyd-Coverband "Us & Them" Samstagnacht (05.07.2003, Anm. d. Red.) rund 600 Zuhörer auf dem Gelände des alten Sägewerks in psychedelische Klangwelten. Ein Abend einfach zum Genießen. Wummernde Bässe, perlende E-Gitarren, eine sirrende Hammond und sphärische Vokalkaskaden schlugen unmittelbar durch auf Magen, Herz und Hirn.
Auch mit weit weniger technischem Equipment lässt sich heute jener bombastische Sound inszenieren, für den Klang-Architekt Roger Waters - übrigens vom Studium her wirklich gelernter Baumeister - und Co auch heute noch so berühmt sind. Ende der 60er Jahre experimentierte die Band bereits mit quadrophonischen Effekten, während alle anderen gerade mit der Tontrennung in Stereo herum tüftelten.
Der Band ging es nicht nur um die Erschließung neuer musikalischer Strukturen, sondern sie mischte sich gleichzeitig mit kryptischen Texten in die gesellschaftspolitischen Diskussionen ein. Wie es etwa Stanley Kubrick mit "2001 - Odyssee im Weltraum" getan hat.
Nebenbei gebar die Band Monolithen der Rock-Geschichte, etwa die Alben "Dark side of the moon" oder "The wall".
Das symbolträchtige "Mauer"-Werk wurde übrigens direkt nach der Wiedervereinigung vor rund 300 000 Menschen in Berlin aufgeführt; es gehört zu den größten Events der Musik-Geschichte.

Dem Ruf, "ganz hart am Original" zu spielen, wurde die Formation voll gerecht. Mit drei Sängerinnen, zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, der Hammond sowie Key- und Samplerhilfe schuf die Band genau jene mythischen und meditativen Klangbilder, die sich in den Köpfen der meisten Besucher einst festgesetzt hatten.

Viel Beifall hatte zuvor die junge Briloner Band "Dizzy Turn" mit ihrem rockigen Chart-Repertoire erhalten.

Infos zu "Us & Them" auch unter: www.us-and-them.de

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